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Schmerzen beim Sex – Ursachen bei Frauen

Viele Frauen erleben den Sex als schmerzhaft. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen – körperliche und psychische. Mehr zu den Hintergründen und Hilfsmöglichkeiten


Vergeht die Lust vor Schmerz, sorgt das für Frust

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind nach Orgasmusstörungen das häufigste sexuelle Problem von Frauen. Das eine hängt oft mit dem anderen zusammen. Weniger bekannt ist, dass auch Männer sich gelegentlich durch Schmerzen beim Sex beeinträchtigt fühlen. In diesen Beitrag geht es um sexuelle Schmerzstörungen bei Frauen. Im Mittelpunkt steht dabei der Fachbegriff Dyspareunie.

Was ist Dyspareunie?

Viele Mediziner verwenden dieses Wort oder Alternativbezeichnungen wie Algopareunie, Koitusschmerz, Kohabitationsbeschwerden allgemein für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Die Ursachen für Dyspareunie sind vielfältig. Sie umfassen Organkrankheiten und psychische Veränderungen. Oft sind Beziehungskonflikte der Schlüssel zum Verständnis des Problems.


Dies sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schmerzen beim Intimverkehr auch zahlreiche körperliche Ursachen haben können, allen voran hormonelle. So ist das Thema Dyspareunie bei vielen Frauen nach den Wechseljahren ein Dauerbrenner. Vorab daher der Rat, sich als Betroffene frühzeitig an den Frauenarzt Ihres Vertrauens zu wenden. Er wird zunächst die körperliche Seite abklären. Wenn hier alles in Ordnung ist, kann er aufzeigen, welche anderen Fachleute, etwa mit psychologischem Sachverstand – weiterhelfen können.

Wann sind Schmerzen beim Sex „natürlich“?

Ab und zu Schmerzen beim Sex – das kennt jede Frau. Stress, der den Körper bis zur letzten Faser unter Strom setzt, Missempfindungen im Intimbereich, die Tage kurz vor der Menstruation – das kann schnell dazu führen, dass der Geschlechtsakt plötzlich unangenehm ist und wehtut. Die Scheide kann zu trocken, die Muskulatur unten im Becken stark angespannt sein. So wird die Lust schnell zur Pein. Und der Orgasmus? Bleibt oft aus oder ist unbefriedigend. Sind Körper und Seele wieder entspannt, kehren auch meist die Lustgefühle zurück.

Und: Dass es beim ersten Mal immer etwas wehtut, stimmt nicht: Es kann, muss aber nicht. Die Jugendlichen gehen unterschiedlich an die neue Situation heran. Wie sie sie letztlich meistern, hängt viel von ihren Erwartungen und Vorstellungen ab, von der Vertrautheit der Beziehung und davon, wie einfühlsam beide miteinander umgehen – und auch mit der Verhütung.

In der Stillzeit können Lust und Leid für die Mutter manchmal nah beieinander liegen. Einerseits entwickelt sich eine beglückende, enge Gefühlsbindung zum Baby. Aber das Kleine verlangt auch von der ersten Minute an (liebe-)volle Konzentration. Der Alltag richtet sich nun ganz nach ihm. Dann gelingt es nicht immer, alle Anforderungen zu bewältigen, und manche Frauen fühlen sich anhaltend erschöpft. Auch die hormonellen Umstellungen hinterlassen schließlich ihre Spuren: Die Psyche ist labiler, die Scheide bleibt längere Zeit empfindlicher, oft auch noch, nachdem die Geburtsverletzungen verheilt sind und der Wochenfluss abgeklungen ist. Zu früh wiederaufgenommener Sex löst daher mitunter komplexe Missempfindungen oder Schmerzen aus. Meist sagt jedoch das eigene Körpergefühl einer Frau, wann alles wieder stimmt und der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Zu möglichen Störfaktoren siehe weiter unten.

Ganz anders die Wechseljahre. Ein freudiger Einschnitt sind sie gewiss nicht. Manches erscheint jetzt irgendwie „spröder“, auch der Intimbereich. Die Haut wird dünner, trockener und anfälliger für Entzündungen. Schenkt man Befragungen Glauben, belasten die damit zusammenhängenden sexuellen Beschwerden aber weniger Frauen, als eigentlich zu vermuten steht. Gynäkologen gehen allerdings davon aus, dass bis zur Hälfte aller Frauen nach den Wechseljahren unter Beschwerden beim Geschlechtsakt leiden (siehe unten).

Das heißt auch: Um gegen Schmerzen beim Sex angehen zu können, muss zunächst klar sein, ob sie in erster Linie körperlich oder psychisch bedingt sind. Nicht immer lässt sich das voneinander trennen, denn körperliche Störungen können sich auch psychisch verfestigen. Andererseits kann der Frauenarzt organische Veränderungen meist zuverlässig erkennen – wenn nicht im ersten, dann im zweiten Schritt, wie es zum Beispiel häufiger bei Endometriose (siehe unten) der Fall ist.


Wie stellen Ärzte die Diagnose?

Ersten Aufschluss geben meist die Krankengeschichte und die aktuellen Beschwerden (Anamnese). Um sich hier ein möglichst genaues Bild machen zu können, stellt der Arzt der Betroffenen eine Reihe von Fragen. Sie beziehen sich auf

  • Krankheiten in der Familie
  • frühere und aktuelle Erkrankungen oder Operationen
  • Pubertät, Zyklus- und Blutungsverhalten
  • durchgemachte Schwangerschaften oder unerfüllt gebliebenen Kinderwunsch
  • die sexuelle „Lerngeschichte“ in der Kindheit und Jugend
  • die Partnerschaft


Ausgehend vom Gesamteindruck und einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung ergibt sich meist schon die Diagnose oder aber eine Verdachtsdiagnose.




Ultraschall (von außen) kann auch bei einem kleinen Eingriff hilfreich sein

Technische Unterstützung

Falls die Diagnose noch unsicher ist, also zunächst nur eine Verdachtsdiagnose vorliegt, sodass noch weitere Maßnahmen nötig sind, folgen beispielsweise oft eine Kolposkopie (Betrachtung der Vulva oder Vagina mit einer Lupenoptik), eine vaginale Sonografie (Ultraschalluntersuchung), Gewebeanalysen und Erregerbestimmungen an Abstrich- und Biopsiematerial, Blutuntersuchungen und Hormonmessungen. Der Arzt bittet Frauen im fruchtbaren Alter außerdem, über ein bis zwei Zyklen eine Basaltemperaturkurve zu erstellen. Zum erweiterten Katalog gehören immunologische und genetische Tests.

Um die Diagnose endgültig zu sichern, ist auf der Basis aller Vorbefunde einschließlich einer eventuellen Magnetresonanztomografie (MRT) mitunter eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) notwendig. Führt die Verdachtsdiagnose aber in eine andere medizinische Richtung, sind möglicherweise Fachdisziplinen wie Dermatologe (Hautkrankheiten), Urologie, Orthopädie, Allergologie oder Innere Medizin gefragt. Ergeben sich Anhaltspunkte für eine zentrale Sexualitäts- und / oder Partnerproblematik, wird der Frauenarzt eine Beratung und gegebenenfalls Behandlung durch einen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten empfehlen.



Geschlechtsorgane der Frau (schematische Zeichnung)

Hilfe für die Psyche

Ob tatsächlich eine Psychotherapie infrage kommt und wenn ja, in welcher Form, lässt sich in einem ersten Gespräch klären. Inzwischen gibt es in Deutschland auch sexualmedizinische Angebote. Anders als in den USA ist diese Medizinrichtung bei uns jedoch noch ein junges Fach. Daher stehen bislang nur wenige Spezialisten zur Verfügung, die entsprechend verhaltens- und paarorientiert arbeiten. Weitere Informationen können Sie über die „Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (DGSMT)“ erhalten. Sie können sich auch zunächst bei einer gemeinnützigen Beratungseinrichtung vor Ort informieren (Angaben jeweils unten am Textende). Wenn eine Störung der Sexualität mit einer Depression verbunden ist, übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten. Voraussetzung ist, dass der Therapeut eine Kassenzulassung hat. Näheres kann Ihnen Ihre Krankenkasse sagen.

1. Körperliche Ursachen (organische Dyspareunie)

Der äußere Genitalbereich, die Vulva, umfasst die großen und kleinen Schamlippen, die Klitoris (Kitzler) und den Scheidenvorhof mit dem Scheideneingang. Verschiedene Geschlechtsdrüsen, am bekanntesten die Bartholin-Drüsen, geben bei sexueller Erregung Sekrete in den Scheidenvorhof ab. Die Feuchtigkeit erleichtert es dem Partner, in die Frau einzudringen, ohne dass es für sie schmerzhaft ist. Die Drüsen unterliegen einem komplizierten Regelwerk. Auch die Psyche nimmt hier Einfluss. Damit die Haut außen, aber auch innen in der Scheide (Vagina) glatt und geschmeidig bleibt, muss alles hormonell ausgeglichen und gut durchblutet sein. Das hängt nicht nur von funktionstüchtigen Eierstöcken und intakten Hormonen ab, sondern auch von den vegetativen Nerven, der Gefäßversorgung und Immunlage.

Zahlreiche Frauenleiden, die oft schon als solche für Schmerzen im Geschlechtstrakt sorgen können, ferner innere Krankheiten, Hautkrankheiten, Nebenwirkungen von Medikamenten oder anderen Behandlungen, schließlich auch bestimmte Hygiene- und Verhütungs-Praktiken – dies alles kann dazu beitragen, dass der Sex schmerzhaft ist.

Hygiene- und Verhütungs-Praktiken

Zu intensive Intimpflege: Frauenärzte raten häufig davon ab, zur Intimpflege dauernd sogenannte Vaginalduschen oder -sprays anzuwenden oder regelmäßig Sitzbäder zu praktizieren. Denn übertriebene Hygienemaßnahmen können das natürliche Scheidenmilieu durcheinanderbringen. Dann verdrängen schädliche Keime schützende, die Infektionsgefahr steigt. Die Haut reizen kann auch routinemäßiges Imprägnieren der Unterwäsche mit Hygienespülern.
Symptome: Es kommt jeweils zu einem Gefühl der Trockenheit, eventuell zu Brennen und Juckreiz. Das Unbehagen kann natürlich auch beim Sex spürbar sein (siehe unten: Vulvodynie).

Chemische Verhütungsmittel, Verhütungsring: Cremes, Gels, Tabletten, Schaum, Zäpfchen – die Armada der Verhütungschemie ist groß. Die enthaltenen Stoffe verhüten alleine jedoch nicht zuverlässig. Zudem können sie auch die Vaginalschleimhaut angreifen. Dies gilt übrigens genauso für Kondome, die mit spermienabtötenden Substanzen beschichtet sind. Auch der Verhütungsring  kann vermehrt zu Entzündungen in der Scheide führen. Das Kunststoffteil verbleibt nach Einsetzen in die Vagina dort drei Wochen pro „Zyklus“. Der Ring setzt künstliche Geschlechtshormone frei, die im Körper ähnlich wie die Pille wirken.
Symptome: Bei Unverträglichkeit oder Allergien gegenüber chemischen Verhütungsmitteln kann ein Reizzustand mit Trockenheit und Brennen auftreten, der auch den Sex schmerzhaft macht. Die Scheide kann sich entzünden, es bildet sich Ausfluss. Vereinzelt sind infolge Gebrauchs chemischer Verhütungsmittel sogar Geschwüre beobachtet worden.
Tipp: Gehen Sie zu Ihrem Frauenarzt. Er wird Sie untersuchen und beraten, wie Sie am besten bei der Intimhygiene verfahren. Zudem kann er eine geeignete Verhütungsmethode vorschlagen und verordnen. Auch bei Selbsthilfegruppen oder Sexualberatungsstellen finden Sie Rat. Sie können dann in Ruhe überlegen, wofür Sie sich entscheiden wollen. Mehr dazu auch am Ende dieses Beitrags.


Vulvodynie

Dahinter verbergen sich chronische Schmerzen im Bereich der äußeren Geschlechtsteile der Frau. Als Auslöser kommen mitunter eine zeitnahe Einnahme von Antibiotika, die Behandlung einer genitalen Infektion oder aber die individuelle Hygiene- und Verhütungspraxis (siehe oben) infrage. Inwieweit auch eine Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel eine Rolle spielt, ist unklar. Das Krankheitsbild wird zunächst häufiger als chronische Scheidenpilzinfektion angesehen. Meistens fehlen jedoch dafür typische Symptome wie Ausfluss und Rötung. Manchmal konzentrieren sich die Beschwerden auch auf die Klitoris (Kitzler). Oft lassen sich letztlich keine organischen Ursachen finden. Als Erklärungsmuster bieten sich dann unter anderem mechanische Faktoren, Reizzustände von Genitalnerven und psychische Motive an.
Symptome: Brennende Schmerzen im Schamlippen-Bereich und Scheidenvorhof, die sich manchmal bis zum After erstrecken, ein Druckgefühl an der Klitoris und Juckreiz lassen den Alltag mitunter zur Qual werden. Slips und enge Hosen, langes Sitzen, Gehen, Sport und Sex können die Schmerzen verstärken.
Diagnose: Mögliche Ursachen wird der Gynäkologe abklären. Dabei wird er auch die individuellen Hygiene- und Verhütungspraktiken der Betroffenen im Auge haben. Bei Bedarf zieht er einen Hautarzt (Dermatologen) hinzu.
Therapie: Liegt eine psychische Komponente nahe, sind manche Betroffenen oder Paare an einer Psychotherapie interessiert. Dabei kann auch ein verborgener Partner/innenkonflikt thematisiert werden. Ausgehend von der Annahme, dass Nervenüberreizungen oder Muskelverspannungen im unteren Beckenbereich die Beschwerden mitverursachen könnten, sind manchmal Entspannungstechniken und Beckenboden-Biofeedback hilfreich. Biofeedback – eine Technik, die zum Beispiel Psychologen im Rahmen der Verhaltenstherapie anwenden – bedeutet, dass körperliche Reaktionen, die sich dem Bewusstsein entziehen, durch sichtbare Messergebnisse bewusst werden können ("Rückmeldung von Körperfunktionen"). Im Falle des Beckenbodens ist das die Muskelspannung. Dann lässt sich der Körperbereich unter Umständen durch eine bestimmte Technik kontrolliert lockern.


Im Wechselbad der Hormone

Östrogene halten die Scheide fit: Ihr Gewebe bleibt elastisch und glatt, geschützt vom sauren Milieu (ph 4 bis 4,5) und der physiologischen Keimflora. Die stärksten natürlichen Hormonverschiebungen treten in der Schwangerschaft, bei der Geburt, beim Stillen und in den Wechseljahren auf. Aber auch der normale Menstruationszyklus beruht auf einem Wechselspiel der Hormone. Da es sich normalerweise in einem festen Rhythmus bewegt, kann sich der Körper dem anpassen. Lässt die Östrogen-Wirkung an Vulva und Vagina jedoch nach, entwickelt sich das Gewebe zurück. Je nach Alter der Frau, Lebensumständen und Begleiterkrankungen kann dies leichterer Art und vorübergehend oder stärker ausgeprägt und dauerhaft sein.

Nach der Geburt: Nicht immer stellen sich Körper und Psyche nach einer Entbindung problemlos wieder um. Einige Wochen nach der Geburt können depressive Verstimmungen auftreten. Sie sind stärker als das meist vorübergehende Stimmungstief oder der „Wochenbettblues“ kurz nach der Entbindung. Auch können sie sich auf das Körpererleben auswirken. Das beeinflusst natürlich die sexuelle Harmonie zwischen den Partnern. Die Sexualität kann dann zum Beispiel durch Missempfindungs- und Schmerzsymptome gestört sein. Psychologen gehen davon aus, dass hier allerdings auch eine Überforderung sowie Eigenarten der Paarbeziehung eine Rolle spielen können. So könnte die neue Rollenverteilung und der Übergang der Zweier- in die Paar-plus-Baby-Dreierbeziehung für Enttäuschungen und Konfliktstoff sorgen. Bei Bedarf lassen sich solche Probleme in einer Psychotherapie bearbeiten.



Hormone in den Wechseljahren

Wechseljahre (Menopause): Keine Frage: Viele Frauen schaffen den „Wechsel“ prima. Dennoch hinterlässt der Hormonentzug meist Spuren. Mal nervt die Frisur, die mehr Styling braucht. Mal stören die Pfunde, die sich nun noch leichter genau da ansammeln, wo sie es nicht sollen. Andere plagt der zunehmend unruhige Schlaf. Und die trockenere, leicht zerknitterte Haut ist ein für alle sichtbares Zeichen. Auch vor dem empfindlichen Intimbereich macht die Umstellung nicht Halt: Schmerzen (Dyspareunie) aufgrund eines zu trockenen Scheidengewölbes und womöglich auch abnehmender Lust sind vorgezeichnet. Wenn solche Probleme auftreten, sollte eine Frau sie am besten mit dem Partner angehen. Der Haken: Nicht wenige Paare haben sich nach vielen gemeinsamen Jahren auseinandergelebt. Stärker als Männer brauchen Frauen aber oft den atmosphärischen Draht, um Lust auf Sex zu bekommen, gerade auch nach der Lebensmitte. Ein weiteres Problem: Sex im reifen Alter unterliegt immer noch großem Schweigen. Es ist und bleibt ein Tabuthema (trotz schöner Filme wie „Wolke 9“). Selbst zwischen Partnern, die sich sonst eigentlich gut verstehen, ist das das oft so.
Symptome: Die Menstruationsblutung tritt an der Schwelle zum Klimakterium immer unregelmäßiger auf. Schließlich bleibt sie aus. Hitzewallungen und mit der vaginalen Rückbildung (Atrophie) verbundene Schmerzen beim Intimverkehr sind weitere Leitsymptome. Auch die Harnwege sind häufig unangenehm gereizt. Viele Betroffene kämpfen zudem mit nachlassender Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, vermehrter Nervosität und Reizbarkeit. Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressivität sind ebenfalls nicht ungewöhnlich. Viele andere Beschwerden können im Laufe der Zeit dazukommen.
Therapie und Selbsthilfe: In Gesprächen, eventuell auch mit therapeutischer Hilfe, lässt sich die emotionale und sexuelle Bedürfnis- und Interessenlage beider Partner ausloten und Lösungen entwerfen. Übrigens: Studien zeigen, dass eine erhöhte Sexfrequenz dazu beiträgt, die Beschwerden zu mindern. Gegen die Trockenheit der Scheide helfen Befeuchtungsgels. Ob eine Östrogencreme zur örtlichen Anwendung sinnvoll ist, prüft der Frauenarzt. Er wird natürlich auch ausschließen, dass Beschwerden beim Geschlechtsverkehr von einer krankhaften Veränderung herrühren.

Vorzeitiges Klimakterium: Bei einer Funktionsstörung der Eierstöcke können Frauen schon vor dem 40. bis 35. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen (Klimakterium praecox, vorzeitige primäre Ovarialinsuffizienz). Normalerweise passiert das erst um die 50. Es gibt auch Störungen, die dazu führen, dass junge Mädchen und Frauen nie einen Zyklus haben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein vorzeitiges Klimakterium.

- Auf der Ebene der Eierstöcke kommen ursächlich Schädigungen durch Strahlen- oder Chemotherapien, schwere Infektionen, selten Tumorerkrankungen, sodann immunologische Störungen und Rauchen, aber auch unbekannte Ursachen infrage. Die Eierstöcke veröden zusagen, was in der Regel nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Symptome: Die Regel bleibt aus (nicht schwangerschaftsbedingte Amenorrhö). Je nach Störungsmuster ist der Geschlechtsverkehr nicht zuletzt durch eine trockene Scheide schmerzhaft gestört oder praktisch unmöglich. Ansonsten siehe oben unter Wechseljahre.

- Hormonmangel durch Störungen der Hormonimpulse auf der Ebene des Gehirns: Anhaltender Stress im Alltag oder in Beziehungen und andere psychische Faktoren können hier eine wichtige Rolle spielen. Ausgeprägtes Untergewicht, wie es sich bei magersüchtigen Frauen (Anorexia nervosa) entwickelt, kann dazu führen, dass das Gehirn seine Impulse an die Eierstöcke vollends einstellt. Andere Ursachen einer Ovarialinsuffizienz mit Ausgangspunkt im Gehirn sind Tumoren wie etwa das sogenannte Prolaktinom, sodann andere Hormonstörungen, zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, oder bestimmte Medikamente.
Symptome: siehe oben (Wechseljahre). Typische Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion können unter anderem sein: Ungewollte Gewichtszunahme, kühle, trockene und raue Haut, psychische Veränderungen, Haarausfall, Muskelverkrampfungen. Mögliche Warnsymptome bei Tumoren im Gehirn sind beispielsweise ungewöhnliche Kopfschmerzen, neu aufgetretener Schwindel, Sehstörungen.

Therapie: Die behandelbaren Ursachen eines vorzeitigen Klimakteriums erfordern jeweils eine gezielte Therapie, hier teilweise mit speziellen Hormonen oder Medikamenten. Bei einem Prolaktinom kommt manchmal auch eine Operation in Betracht. Falls eine Therapie der Grunderkrankung nicht möglich ist oder das Geschlechtshormondefizit nicht behebt, erhalten Betroffene unter 40 Jahren bei Bedarf eine Behandlung mit Sexualhormonen.
Ausnahme: Patientinnen mit Brustkrebs. Denn: Eine weitere Ursache für ein vorzeitiges Klimakterium können Krebsbehandlungen sein, bei denen Ärzte die Eierstöcke eine Zeit lang mit künstlichen Steuerungs-Hormonen stilllegen. Diesen Effekt macht man sich zum einen zunutze, um bei jüngeren Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, die körpereigene Produktion von Geschlechtshormonen vorübergehend auszuschalten. Dazu kommen meist noch sogenannte Antihormone, die die restlichen Östrogene im Körper blockieren sollen. Zum anderen lassen sich durch Stilllegen der Eierstöcke deren Reserven auch bei einer Chemotherapie schützen. Nach Beendigung dieser Therapien kann die Fruchtbarkeit wiederkehren. Anders als bei einer Bestrahlung oder Entfernung der Eierstöcke hat sich dann also nur ein „Klimakterium auf Zeit“ entwickelt. Allerdings kann es auch vorkommen, dass die Eierstöcke nach diesen Therapien nicht mehr anspringen. Dann bleibt der Hormonmangel und mit ihm das vorzeitige Klimakterium bestehen.


Frauenleiden

Infektionen: Jede Ebene des Geschlechtstraktes kann sich infizieren. Infektionen können also das äußere Genitale (Vulvitis), die Geschlechtsdrüsen dort (Bartholinitis), die Vagina (Vaginitis beziehungsweise Kolpitis) oder die Eierstöcke und ihre Aufhängung (Adnexitis) erfassen. Mitunter betreffen sie auch die Gebärmutter (Endometritis), etwa bei einer darin liegenden Kupferspirale, manchmal auch die benachbarten Harnwege.

Auslösend sind nicht nur sexuell übertragene Infektionen oder die Erreger der klassischen Geschlechtskrankheiten, etwa Tripper (Gonorrhoe) oder Syphilis. Auch heimische Haut- oder Darmkeime oder vaginale „Hauskeime“ wie Gardnerella, Mykoplasmen oder Pilze können plötzlich krank machen, wenn sie überhandnehmen. Innere Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), begünstigen häufig Pilzinfektionen.

Und: So toll Mode manchmal ist – der Gesundheit tut sie nicht immer gut. Hautenge Hosen, String-Tangas & Co. können stark scheuern, nicht atmungsaktive Elastikfasern die Schweißbildung fördern, besonders bei Wärme. Dann kommt es leicht zu Hautinfektionen. Schließlich kann auch Intimpiercing oder Intimschmuck Keime anziehen, vor allem wenn der Stichkanal nicht richtig verheilt ist.

Symptome: Ausfluss, Brennen, Schmerzen außen oder innen. Sex wäre in dieser Situation sicher unangenehm bis schmerzhaft. Bei deutlichen Infektionen zeigen sich ausgeprägte Hauterscheinungen wie Rötung, Schwellung, Bläschen, Knötchen oder gar kleine Geschwüre.

Weitere Informationen zu Ursachen, Diagnose und Therapie im Beitrag „Ausfluss der Frau“.




Die Endometriose kann sich an vielen Stellen im Körper befinden

Endometriose: Wenn Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auch außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt, liegt eine Endometriose vor. Die Gewebestreuung ist gutartig, in ihrer Entstehung noch unklar, und kann zyklisch Schmerzen bereiten. Am häufigsten findet sich das ortsfremde Gewebe hinter der Gebärmutter, öfter auch an den Eierstöcken oder in der Gebärmutterwand, manchmal in Blase oder Darm. Selten sitzt es außerhalb des Beckenraumes, zum Beispiel in den Lungen. Wenn das Gewebe auf die Geschlechtshormone anspricht, verhält es sich wie die normale Gebärmutterschleimhaut. Das heißt: Es blutet zyklisch, nur dass das Blut – je nach Lage der Sprenkel – nicht immer abfließen kann und dann vom Körper abgebaut werden muss. Dabei kann es auch zu Entzündungen und Verwachsungen kommen.
Symptome: Je nach Lokalisation der Endometriose-"Inseln", also wenn sie zum Beispiel hinter der Gebärmutter liegen, und je nach weiteren Eigenschaften des Gewebes können starke Schmerzen bei der Periode und beim Sex auftreten. Typisch sind auch Blutungsstörungen. Verwachsungen an den Eileitern führen mitunter zu ungewollter Kinderlosigkeit. Die Blasen- und Darmentleerung ist möglicherweise schmerzhaft oder zyklisch blutig. Etwa die Hälfte der Betroffenen hat keine Beschwerden.

Mehr zu diesem Krankheitsbild im Ratgeber „Endometriose“.


Myome: Myome sind knotige Wucherungen in der Muskelschicht der Gebärmutter, dem Myometrium. Die gutartigen Tumore sind bei Frauen im gebärfähigen Alter häufig.
Symptome: Je nach Lage und Größe können sie verstärkte beziehungsweise verlängerte Monatsblutungen, schmerzhafte Menstruationen (Dysmenorrhö) oder Zwischenblutungen verursachen. Auch der Geschlechtsverkehr ist häufig schmerzhaft. Verdächtig außerdem: dauernd und situationsunabhängig ein Schmerz oder Druck im Unterbauch. Daneben sind viele andere Beschwerden möglich.

Weitere umfassende Informationen finden Sie in den Ratgebern „Myome“ und „Blutungen außerhalb der Regel, Zwischenblutungen“.

Gebärmutter- und /oder Scheidenabsenkung: Dabei tritt die Gebärmutter und / oder Scheide tiefer ins untere Becken ein. Dies kann zum Beispiel bei jüngeren Frauen nach der Geburt vorkommen, sich aber wieder zurückbilden. Bei anlagebedingter Bindegewebsschwäche dagegen nimmt die Verlagerung allmählich zu. Nach den Wechseljahren rutschen die inneren Geschlechtsorgane praktisch immer etwas nach unten, weil die gesamte Aufhängung, vor allem der Beckenboden (sprich: Muskel- und Bindegewebe), vermehrt erschlafft. Ist er schon vorher überlastet, etwa durch jahrelanges schweres Heben, mehrere Entbindungen, Übergewicht, erhöhten Druck im Bauch durch Verstopfung oder ständiges Husten (etwa bei Raucherbronchitis), kann die Absenkung sehr ausgeprägt sein. Wurde die Gebärmutter entfernt, kann die Scheide sich verlagern und Probleme machen.
Symptome: Anfangs besteht ein Druckgefühl nach unten zum Schoß hin. Häufig treten auch Rückenschmerzen auf, die sich im Liegen bessern. Zudem kann der Intimverkehr Schmerzen bereiten. Beim Pressen tritt die Scheide tiefer. Sinkt sie stärker ab, sind Schleimhautgeschwüre, verbunden mit Ausfluss und Schmerzen, möglich. Gerät auch der benachbarte Blasenboden in den Abwärtssog, resultiert meist eine Blasenschwäche. Zudem kommt es häufig zu Brennen beim Wasserlassen und wiederholtem Harndrang als Hinweis auf eine Harnwegsinfektion.
Therapie: Bei leichten Formen hilft regelmäßige Beckenbodengymnastik. Nach den Wechseljahren empfehlen Frauenärzte zunächst eine örtliche Behandlung mit Östrogen. Eventuell legen sie einen Vaginalring ein, der geringe Mengen Östrogen abgibt. Bei stärkeren Ausmaßen und wenn die Familienplanung abgeschlossen, zudem das Klimakterium eingetreten ist, kommen operative Verfahren infrage, zum Beispiel eine sogenannte Scheidenplastik. Eventuell wird dabei die Gebärmutter (Uterus) entfernt und das Scheidenende – es wird zu einem „Stumpf“ verschlossen – mit der Umgebung vernäht. Für den Sex hat der Eingriff mitunter negative Folgen (sogenannter Uterusverlustschmerz). Offenbar überwiegt aber die positive Seite. Nicht nur lassen die Senkungsbeschwerden nach, vielmehr verschwinden oft auch Probleme wie vaginale Beschwerden und Libidostörungen.


Geschwulst- und Krebserkrankungen: Ob eine Bartholin-Zyste (Schwellung in der Vulva durch Drüsenstau) Schmerzen beim Gehen, Sitzen oder Sex macht, ob die Vulva merkwürdig aussieht und ständig brennt oder juckt, was den Sex ebenfalls beeinträchtigen kann, oder ob in der Vagina dauernd ein Druck verspürt wird, der sich beim Sex verschlimmert oder in eine Blutung mündet: Gehen Sie bei Auffälligkeiten im Genitalbereich unbedingt frühzeitig zum Arzt. Dahinter muss keine bösartige Erkrankung stecken. Aber normal ist es eben auch nicht. Zahllose Ursachen sind möglich, etwa eine Infektion, eine Hauterkrankung oder doch eine Gewebeveränderung. Es ist gut, die Ursache so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln.
Diagnose und Therapie: Bei manchen Auffälligkeiten, die sich dem Arzt bei der Untersuchung sofort erschließen, kann eine feingeweblicher Check erforderlich sein. Im Vorstadium einer bösartigen Veränderung an der Vulva, zum Beispiel bei einer sogenannten nicht invasiven epithelialen Neoplasie, ist oft eine Laserbehandlung erfolgreich. Oder die Veränderung wird chirurgisch entfernt. Sollte allerdings eine bösartige Tumorbildung vorliegen, erfolgt die Therapie entsprechend der feingeweblichen Diagnose und danach, wie es für das jeweilige Stadium von den Fachexperten festgelegt wurde („stadiengerecht“). Das bedeutet, dass zunächst weitere Untersuchungen stattfinden müssen, um das Krankheitsstadium zu erkennen. Das Alter der Patientin nimmt Einfluss auf die Therapie, etwa bei der Planung einer Operation. Zu den Behandlungswegen gehören außerdem eine Bestrahlung, mitunter eine Chemotherapie.

Weitere Erkrankungen, die mitunter Schmerzen beim Sex zur Folge haben, sind Blasenentzündungen (Zystitis) und Hämorrhiden. Für weitere Informationen zu diesen Krankheiten bitte auf die entsprechenden Links klicken.

Angeborene oder erworbene Fehlbildungen der Geschlechtsorgane: Hier geht es um mehr oder weniger seltene Störungen, darunter das MRKH-Syndrom und Septen (Scheidewände) in der Vagina. Sex ist bei den Betroffenen schmerzhaft bis unmöglich.

- Vaginalaplasie (auch Mayer-v.-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom, kurz: MRKH genannt): Die Betroffenen haben praktisch keine Scheide. Diese ist entweder gar nicht (Aplasie) oder unvollständig ausgebildet. Das heißt, entweder existiert nur das obere Drittel, oder die Vagina entspricht einer wenige Zentimeter kurzen Vertiefung. Auch die Gebärmutter ist nur ansatzweise vorhanden. Manchmal finden sich noch weitere Fehlbildungen. Die Eierstöcke dagegen sind meist normal. Die Ursache der Entwicklungsstörung ist unbekannt. Sie tritt um die neunte Lebenswoche im Mutterleib auf. Betroffen ist immerhin etwa jedes fünftausendste Mädchen (1:5000). Es scheint eine gewisse familiäre Häufung zu geben. Entdeckt wird die Fehlbildung meist in der Pubertät, wenn die Menstruation ausbleibt.
Symptome: Geschlechtsverkehr ist problematisch. Da auch eine funktionstüchtige Gebärmutter fehlt, bleiben die Monatsblutungen aus (Amenorrhö).
Therapie: plastische Operation (künstliche Scheide, „Neovagina“) mit vorübergehendem Tragen einer Vaginalprothese. Nach abgeschlossener Behandlung ist Sex gut möglich.

- Eine Vagina septa ist durch segelartige Gewebespalten gekennzeichnet, die die Vagina mehr oder weniger unterteilen.
Symptome: Es kann zu Schwierigkeiten und Schmerzen beim Sex kommen.
Therapie: Septen durchtrennt der Frauenarzt operativ.

Erworbene Vaginalstenose: Stenose bedeutet Verengung. Je nach Ausprägung leiden die betroffenen Frauen unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, oder dieser ist unmöglich. Hauterkrankungen wie bestimmte Lichen-Formen, Verwachsungen oder Narben nach Entbindungen und gynäkologischen Operationen – etwa einer Senkungsoperation oder Operation bei Krebs – sowie Bestrahlungsbehandlungen können hier mögliche Ursachen sein.

Zu den Hauterkrankungen, die das äußere Genitale derart verändern können, dass es schrumpft und den Scheideneingang verengt, gehören der Lichen sclerosus und der erosive Lichen planus. Lichen bedeutet ursprünglich knötchenartige, juckende Flechte. Die Veränderungen sind nicht ansteckend.

- Lichen sclerosus: Die oft chronisch verlaufende Hauterkrankung kann bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auftreten, am häufigsten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Zugrunde liegt ein erbliche Immunstörung. Dabei greifen Immunzellen irrtümlich körpereigenes Bindegewebe der Haut an. Betroffen ist im Hinblick auf den Genitalbereich die Vulva, die Scheide nicht. Gelegentlich kann sich ein in der Kindheit entstandener Vulva-Lichen in der Pubertät vollkommen zurückbilden.
Symptome: Zu den typischen Symptomen gehören starker genitaler Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Ein Hinweis kann zum Beispiel eine weißlich aussehende, pergamentartig glatte Haut im äußeren Genitalbereich sein. Die Veränderungen ähneln in gewisser Weise auch Narben nach Verletzungen. Bei jungen Mädchen müssen Ärzte bei solchen Hauterscheinungen daher auch sexuellen Missbrauch ausschließen. Dass der äußere Intimbereich auf Dauer optisch stark von der meist chronisch verlaufenden Krankheit gezeichnet ist, belastet viele Frauen psychisch stark und beeinträchtigt ihre Sexualität zusätzlich.
Diagnose: Sie beruht auf der körperlichen Untersuchung und der feingeweblichen Analyse einer Gewebeprobe. Der Frauenarzt arbeitet hier eng mit einem Hautarzt  zusammen.
Therapie: Kortison örtlich, zum Beispiel Clobetasol, oder ein Präparat mit einem sogenannten Calcineurinantagonisten können bei rechtzeitiger Diagnose den Schrumpfungsprozess aufhalten. Auch wenn es selten vorkommt: Da das erkrankte Gewebe theoretisch eine bösartige Form annehmen kann, sind viertel- bis halbjährliche Kontrollen beim Arzt notwendig. Zusätzlich ist oft eine psychologische Betreuung sinnvoll, um die belastende Krankheit besser zu verarbeiten.

- Lichen planus: Die Ursache dieser seltenen Hauterkrankung ist unbekannt. Sie betrifft  ebenfalls häufiger (erwachsene) Frauen als Männer. Manchmal werden Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkentzündungen, eine Hepatitis-C-Virusinfektion oder Stress als mitauslösend angesehen.
Symptome: Am äußeren Genitale zeigen sich schmerzlose weißlich streifige, schleierartige Hautveränderungen. In der Scheide kann die Erkrankung in Form einer (nicht bakteriellen) Entzündung mit Hautabschilferung auftreten. Dann kommt es zu Ausfluss, Kontaktblutungen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Überlappungen gibt es hier mit dem gleichfalls selten vorkommenden erosiven Lichen planus der Scheide (siehe anschließend). Bei beiden Lichen-Varianten (planus, erosiv) kann auch die Mundschleimhaut – schmerzlos oder schmerzhaft – mitbetroffen sein. Außerdem sind Veränderungen an anderen Hautstellen möglich.

- Erosiver Lichen planus: Krankheitsbild mit schmerzhaften Rötungen und Aufrauung (Erosionen) der Haut des äußeren Genitale. Verwachsungen können zu einer Verengung am Scheideneingang führen. Mitunter tritt die Erkrankung hier auch weiter innen in der Scheide auf.
Symptome: Äußerlich erkennbar gerötete und entzündete Haut, Brennen, Schmerzen oder Juckreiz. Geschlechtsverkehr ist schmerzhaft oder wegen Vernarbungen nicht möglich. Eine schwere, wiederum seltene Maximalform ist das vulvovaginale Gingiva-Syndrom mit ausgeprägten Geschwüren im Mund, am äußeren Genitale und in der Scheide.
Diagnose: Sie ergibt sich klinisch und anhand einer feingeweblich untersuchten Gewebeprobe.  Dabei lässt sich ein Lichen planus von anderen Gewebeveränderungen abgrenzen. Der Frauenarzt wird außerdem eine Infektion ausschließen.

Therapie jeweils: Kortison äußerlich, bei Vernarbungstendenz unterstützt durch eine Vaginalprothese. Zu psychologischer Hilfestellung siehe oben unter Lichen sclerosus.


Andere körperliche Ursachen der Dyspareunie

Medikamente: Manche Arzneistoffe können unter anderem zu einer trockenen Scheide führen. Entsprechende Nebenwirkungen finden sich zum Beispiel bei älteren Mitteln gegen Allergien (H1-Antihistaminika wie Diphenhydramin; werden mitunter missbräuchlich als Droge eingesetzt) und bei abschwellenden Schnupfenmitteln. Hier kann es zu Problemen kommen, wenn sie länger als fünf Tage oder zu häufig angewandt werden. Auch manche Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva) sowie Östrogenblocker (Antiöstrogene) zur Behandlung von Brustkrebs (siehe oben, Abschnitt vorzeitiges Klimakterium) können vermehrt Trockenheit und Reizungen der Scheide verursachen.



Trockenes Gewebe befeuchten. Den Augen zum Beispiel helfen künstliche Tränen

Sjögren Syndrom: Im Zuge dieser Autoimmunerkrankung werden speziell die Speichel- und Tränendüsen angegriffen, aber auch die Geschlechtsdrüsen im Schambereich. Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer, vor allem nach den Wechseljahren. Manchmal tritt das Krankheitsbild als Zweiterkrankung bei rheumatischen Krankheiten auf, sodann bei bestimmten Lebererkrankungen. Einige Betroffene mit Sjögren-Syndrom haben zusätzlich auch mit einer Allergie oder Zöliakie zu tun.
Hauptsymptome sind Mundtrockenheit und trockene Augen (Sicca-Syndrom). Dazu kommt häufig Vaginaltrockenheit. Selten erkranken andere Organe wie Blutgefäße, Nieren, Lungen, Leber, Nerven (dann zum Beispiel Kribbeln und Taubheitsgefühl der Beine) und Gehirn (dann  beispielsweise psychische Symptome wie Depression). Auch Muskelschwäche und Lymphknotenschwellungen treten auf.
Diagnose: Krankengeschichte, Symptome, körperliche Befunde, Blutuntersuchungen und Gewebebiopsien führen hier zum Ziel. Der Augenarzt überprüft die Tränenbildung (Schirmer-Test) und die Intaktheit der Hornhaut.
Therapie: Sie richtet sich nach der individuellen Befundkonstellation. Dementsprechend arbeiten die betreuenden Fachärzte eng zusammen. Symptomatisch helfen viel trinken, soweit medizinisch nichts dagegen spricht, außerdem künstlicher Speichel, künstliche Tränen und vaginale Befeuchtungsgels. Sind innere Organe mitbetroffen, setzen Ärzte zum Beispiel Immunsuppressiva wie Kortison und andere Medikamente ein.


2. Wenn die Psyche schmerzt: Psychosomatische Störungen

Psychosomatik ist, verkürzt gesagt, die Lehre von den Leib-Seele-Störungen (soma, griech., Körper). Sie hat im Blick, dass körperliche Störungen seelische Auswirkungen haben, die wiederum auf den Körper zurückwirken. Dabei kann das Pendel mehr zur körperlichen oder mehr zur psychischen Seite ausschlagen. Psychosomatisch tätige Ärzte sind entweder Fachärzte auf einem bestimmten Organgebiet, etwa Gynäkologen, die eine zusätzliche Facharztweiterbildung für Psychosomatik / Psychotherapie absolviert haben, oder es sind ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten und Psychiater.

Nachfolgend geht es um psychosomatische Störungen, die das Sexualerleben schmerzhaft beeinträchtigen können. Das Chronic pelvic pain-Syndrom beispielsweise ist auch außerhalb der sexuellen Situation mit Schmerzen verbunden. Sexbezogene Schmerzstörungen sind die nicht-organische Dyspareunie und der Vaginismus.

Chronic pelvic pain-Syndrom (cPP, weitere Fachbezeichnungen: Pelvipathia spastica, Pelipathie und viele andere): Dieses Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Schmerzen im Unterbauch, die länger als ein halbes Jahr bestehen und durch eine organische Ursache nicht hineichend erklärbar sind. Häufig kommt es zu Störungen der Sexualfunktion, darunter Dyspareunie. Nicht selten liegen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale vor, etwa die Neigung zu neurotischen Reaktionen auf nicht bewältigte Konflikte wie eine Trennung oder Kündigung. Neurose bedeutet so viel wie psychische Anpassungsstörung. Infrage kommt manchmal auch eine unterschwellige Depressivität. Außerdem spielen Partnerprobleme eine Rolle. Oft haben sich die Betroffenen schon unterschiedlichsten Behandlungsversuchen unterzogen – ohne Erfolg.
Symptome: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, reduzierte Orgasmusfähigkeit, verringerte körperliche Belastbarkeit, Stressintoleranz, Müdigkeit. Häufig werden auch vielfältige vegetative Symptome angegeben, etwa Kopfschmerzen, kalte Füße, Nervosität, Kreislaufstörungen, Schlafstörungen. Möglich ist sogar Ausfluss ohne feststellbare krankhafte Ursache (psychogener Ausfluss).
Diagnose: Der Frauenarzt muss zunächst körperliche Ursachen ausschließen. Das ist nicht immer einfach, weil mitunter schon die gynäkologische Untersuchung schmerzhaft sein kann. Meistens müssen die Betroffenen auch von einem Internisten durchgecheckt werden, um etwa eine chronische Darmerkrankung nicht zu übersehen. Mitunter ist eine Bauchspiegelung unvermeidlich. Dabei können auch therapeutische Ansätze verfolgt werden, etwa Lösen von Verwachsungen.
Therapie: Psychotherapie wie zum Beispiel eine Gesprächstherapie oder mehr körperbezogene Therapien wie Entspannungsverfahren sind mögliche Wege. Das kann in der Regel ambulant stattfinden, etwa bei einem psychosomatisch orientierten Frauenarzt, zu dem die Patientin ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Erfolgversprechend sind solche Therapien, wenn die Patientin die Bereitschaft mitbringt, ihr Problem bewusst anzugehen, sei es mehr rational, sei es mehr meditativ. Bei schwerer Ausprägung ist eine stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Klinik oder in einer Schmerzklinik sinnvoll. Schmerztherapeutische Verfahren, zum Beispiel Akupunktur, sodann Physiotherapie, eventuell auch Einnahme eines Antidepressivums nach Prüfung durch einen Psychiater sind weitere Therapieangebote.



Es gibt viele Formen der Psychotherapie. Eine davon ist die Gesprächstherapie

Nicht-organische Dyspareunie und Vaginismus

Sexuelle Erfüllung hängt in hohem Maß davon ab, inwieweit eine Frau sich selbst akzeptiert und wie zufrieden sie mit ihren Leben ist. Das gilt ebenso für den Partner. Eine vor diesem Hintergrund gelingende Partnerschaft hat hier eine Schlüsselfunktion. Schmerzstörungen beim Sex sind zum Beispiel oft Ausdruck fehlender Harmonie der beiden Partner im weitesten Sinn. Die Wurzeln können manchmal in Prägungen in der Kindheit liegen, die zur Tabuisierung von Sexualität geführt haben und Sexualängste aufrechterhalten. Solche Ängste können krankhafte (phobische) Ausmaße annehmen, mit starker Abneigung gegenüber dem Partner einhergehen, ihn ausgrenzen. Am anderen Ende der Skala liegen traumatische Vorerfahrungen wie sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung. Sexuelle Entwicklungsstörungen können beide Geschlechter betreffen.

Untersuchungen zeigen, dass etwa 21 Prozent der Frauen bis etwa 24 Jahre Schmerzen beim Sex haben. Damit zusammenhängende Störungen sind häufiger die nicht organische Dyspareunie und der Vaginismus. Zur psychischen Seite der Vulvodynie und Klitorisschmerz siehe weiter oben.

Nicht organische Dyspareunie: Zum Zeitpunkt der Beschwerden darf definitionsgemäß keine körperlich-organische Störung im Unterleib vorliegen. Dass eine solche vielleicht einst Ausgangspunkt der Leidensgeschichte war, steht dem nicht entgegen. Abzugrenzen sind andere sexuelle Funktionsstörungen, die gleichwohl oft hinzutreten, etwa sogenannte Motivationsprobleme (Lustlosigkeit) und Erregungsdefizite. Manche Psychologen betrachten die Dyspareunie als eine Konversionsstörung, das heißt als körperlichen Ausdruck eines psychischen Konfliktes. Andere sehen darin das Ergebnis einer Lerngeschichte: Die Erwartungshaltung nimmt den Schmerz schon vorweg, er tritt dann auf jeden Fall ein, und eine Art Angst-Verspannung-jetzt-erst-recht-Schmerz-Teufelskreis erhält ihn aufrecht.
Symptome: Die Schmerzen variieren. Sie können ganz kurz dauern, etwa nur beim Einführen des Penis auftreten – und werden dann meist als stechend oder brennend empfunden. Prinzipiell können aber alle Phasen der Penetration wehtun. Einige Betroffene nehmen oft auch in der Tiefe der Scheide einen Schmerz wahr. Andere erleben besonders den Orgasmus als peinvoll, mit wellenförmig an- und abschwellenden Schmerzen im Unterleib.
Diagnose und Therapie: Der psychosomatisch ausgebildete Arzt, zum Beispiel ein Frauenarzt, ein Psychotherapeut oder ein Sexualmediziner sind hier geeignete Ansprechpartner, nachdem organische Befunde ausgeschlossen oder behandelt wurden. Stichworte hier: Psychotherapie in Form einer Gesprächstherapie und Paartherapie. Weitere Informationen, insbesondere zur Sexualmedizin, im Abschnitt „Hilfe für die Psyche“ weiter oben sowie nachfolgend.

Vaginismus: Die Scheide reagiert hier extrem empfindlich auf Berühren mit einem Tampon, Finger oder Penis. Einführen des Tampons, eine frauenärztliche Untersuchung und eben auch der Geschlechtsverkehr, auch wenn er gewünscht wird, ist schmerzhaft oder im Extremfall unmöglich. Eine Partnerschaft kann trotzdem funktionieren, wenn sich beide Partner psychisch entsprechen, wenn etwa für beide die Penetration angstbesetzt ist und gemieden wird (Kollusion). Ein Vaginismus entwickelt sich meist, nachdem die ersten Sexerfahrungen mit einem Partner schmerzhaft waren und Angst und Abwehr erzeugten. So gesehen ist Vaginismus manchmal Folge einer Dyspareunie. Auch ein sexuelles Trauma (Verletzung, Vergewaltigung) kann mitunter auslösend sein. Ebenso können Schmerzerfahrungen wie eine schwere Geburt oder eine Operation im Genitalbereich eine Rolle spielen. Inwieweit Vaginismus tatsächlich auf Muskelverkrampfungen der beteiligten Beckenboden- und Vaginalmuskeln beruht, ist jedoch unklar.
Symptome: Beim Versuch der Penetration verengt sich die Scheide. Die Verengung selbst ist nicht schmerzhaft. Die Penetration gelingt, wenn überhaupt, dann nur unter starken Schmerzen. Die sexuelle Erlebnisfähigkeit (Erregbarkeit, Orgasmusfähigkeit) dagegen ist gut, insbesondere dann, wenn keine Penetration zu „befürchten“ ist.
Diagnose und Therapie: Psychologen interpretieren den Vaginismus entweder als Ausdruck einer inneren Ablehnung der weiblichen Identität oder aber als „Lerneffekt“ nach einem sexuellen Schmerzerlebnis. Somit kann auch eine Psychotherapie infrage kommen. Sinnvoll sind oft auch psychologische Entspannungstechniken und ein Beckenbodentraining. Einige Therapiezentren bieten Informationen und Gruppenarbeit zu Themen wie Vaginaltraining mit Gleithilfen (Gels) und Dilatoren (konusartige Stäbe zum Einführen) an. Informieren Sie sich zum Beispiel bei einer gemeinnützigen Sexualberatungsstelle vor Ort.



Beckenbodentraining stärkt den Unterleib

3. Selbsthilfe

Die folgenden Ratschläge können Ihnen erste Ideen für mögliche Lösungsansätze geben, ersetzen aber natürlich keinen Therapeuten.

Intimpflege & Textilien

- In der Regel genügt die Reinigung des Intimbereichs mit Wasser. Also Seifen, Schaum- und Duschlotionen, Intimsprays und -duschen sowie Shampoos nicht direkt verwenden. Achten Sie auch darauf, dass das Körperpflegemittel beim Baden oder Duschen nicht versehentlich in den Intimbereich gelangt.
- Waschen Sie den Intimbereich immer von vorn nach hinten.
- Benutzen Sie keine Cremes, Gele oder Salben im Intimbereich, die nicht ausdrücklich zur entsprechenden Anwendung ausgewiesen sind.
- Kleiden Sie sich locker und im Schritt nicht beengend, vor allem bei Hitze und wenn Sie Beschwerden haben. Geeignetes Material ist leichte Baumwolle.
- Slips am besten mit Waschmitteln ohne Aufheller- und Parfüm-Zusätze oder Hygienespüler waschen, danach gut mit klarem Wasser ausspülen.

Verhütung

- Chemische Verhütungsmittel zur örtlichen Behandlung, auch Kondome mit Spermizidbeschichtung, sind eher problematisch für Frauen, die zu Schmerzen beim Intimverkehr neigen.
- Aber auch ein Verhütungsring kann Probleme machen. Lassen Sie sich von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt über geeignete Wege beraten.

Hektik & Stress

- Genügend Zeit und Zärtlichkeit – das sind sehr wichtige Voraussetzungen, um den Sex positiv zu erleben. Gönnen Sie sich im richtigen Moment so viel davon, wie Sie brauchen, um in Stimmung zu kommen. Jeder vernünftige Partner wird Verständnis dafür aufbringen, wenn Sie bei starkem Stress aber erst mal komplett abschalten wollen. Daueranspannung wirkt negativ auf Körper und Psyche. Um wieder zur Ruhe und Besinnung zu kommen, sind Erholungsphasen unerlässlich.
- Auch Bewegung sorgt für Ausgleich. Manche Menschen tanken zum Beispiel bei körperlichen Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren schnell neue Energie. Eventuell beziehen Sie den Partner mit ein. Andere Frauen bleiben lieber mal alleine, lesen, hören Musik, meditieren und lassen ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf.

Weitere Tipps zur Stressbewältigung finden sie hier.

Selbstbestimmt und achtsam sein

- Eine zentrale erogene Zone bei der Frau ist die Klitoris. Schenkt der Partner dem genügend Beachtung, erleben viele Frauen das als luststeigernd, wie für sie überhaupt Petting, also Sex ohne Geschlechtsverkehr, auch schön sein kann.
- Wichtig ist jedenfalls, das zu tun, was einem selbst und dem anderen gefällt. Gut, wenn die Partner sich auch darüber auszutauschen können.


4. Fachliteratur und Adressen:

Stauber M., Weyerstahl Th.: Gynäkologie und Geburtshilfe, 3., aktualisierte Aufl. 2007, Thieme

Breckwoldt, M., Kaufmann, M., Pfleiderer, A.: Gynäkologie und Geburtshilfe, 5., aktual. u. überarb. Aufl. 2008, Thieme

Vetter B.: Sexualität: Störungen, Abweichungen, Transsexualität, 1. Aufl. 2007, Schattauer

Weitere Informationen (www.apotheken-umschau.de ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten):

http://www.profamilia.de

http://www.frauenaerzte-im-netz.de

Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (DGSMT; http://www.dgsmt.de)

Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e. V. (DGBfb; http://www.dgbfb.de)



Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; 11.11.2011, aktualisiert am 10.05.2012
Bildnachweis: iStock/webphoto, W&B/Jörg Kühn, W&B/Dr. Ulrike Möhle, Thinkstock/Goodshot, PhotoDisc/ RYF, W&B/Bernhard Limberger, Stockbyte/RYF

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