Legionellen vermehren sich besonders gut in warmem Wasser. Schlecht gewartete Warmwasseranlagen können deshalb leicht zur Infektionsquelle werden
Was ist eine Legionellose?
Bei der Legionellose handelt es sich um eine Infektion mit bestimmten Bakterien, sogenannten Legionellen. Sie kommen weltweit in Süßwasser vor: im Grundwasser und im Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser (auch von Kühltürmen, Rückkkühlern und Autowaschanlagen) und auch im Trinkwasser kann man sie zum Beispiel finden. In warmem Wasser können sie sich gut vermehren. Deshalb sind Warmwasseranlagen, aber auch Klimaanlagen, Schwimmbäder und Whirlpools besonders anfällig für eine Besiedlung durch Legionellen und können zur Infektionsquelle werden. (Mehr dazu im Kapitel Ursachen).
Gewöhnlich verursachen die Bakterien keine Beschwerden, wenn sie verschluckt werden. Gelangen die Erreger jedoch durch Wassertröpfchen oder Sprühnebel (Aerosol) in die Lunge, können sie Probleme bereiten.
Eine Infektion kann milde verlaufen. Zu den leichteren Formen der Legionellose zählt das so genannte Pontiac-Fieber mit Husten, Schnupfen und erhöhter Temperatur.
In einigen Fällen entsteht jedoch eine gefährliche Lungenentzündung, die Legionellen-Pneumonie, auch Legionärskrankheit genannt. Häufige Symptome sind, je nach Schwere, Unwohlsein bis schweres Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, schneller Puls, Reizhusten und Brustschmerzen. Auch Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen sind möglich. (Mehr dazu im Kapitel Symptome). Die Legionärskrankheit kann tödlich verlaufen, wenn sie zu spät oder falsch behandelt wird.
Meist erkranken ältere Menschen an einer Legionellose, ebenso Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem oder chronischen Krankheiten. Die Diagnose ist gesichert, wenn die Erreger im Körper nachgewiesen werden können – zum Beispiel (indirekt) in einer Urinprobe oder im Lungensekret. Der Erregernachweis ist meldepflichtig.
Die Legionärskrankheit wird mit bestimmten Antibiotika behandelt. Eine leichte Legionellen-Infektion heilt oft von selbst wieder aus.
Der Name Legionärskrankheit geht zurück auf den ersten beschriebenen Krankheitsausbruch: Bei einem US-amerikanischen Veteranentreffen im Jahr 1976 erkrankten 182 der 4400 Teilnehmer, weil sie sich über die Klimaanlage ihres Hotels mit Legionellen infiziert hatten. Von ihnen starben 29.
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13.09.2005, aktualisiert am 21.06.2011
Bildnachweis: iStock/Ivan Mikhaylov
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