Was ist eine Endometriose?
Normalerweise ist nur das Innere der Gebärmutter von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Findet sich solches Gewebe auch an anderen Stellen im Körper, zum Beispiel in der Wand der Gebärmutter, in den Eierstöcken, in den Eileitern, im Darm oder in der Blase, dann handelt es sich um eine Endometriose.
Diese Krankheit ist normalerweise nicht gefährlich, kann aber wiederkehrende Unterbauchschmerzen und weitere Probleme auslösen. Außerdem gilt Endometriose als wichtige Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit, und damit für einen unerfüllten Kinderwunsch.
UNSER EXPERTE: Dr. med. Günter Raab, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Endometriose ist eine verbreitete gynäkologische Krankheit. Betroffen sind Frauen üblicherweise zwischen Pubertät und Wechseljahren. Denn weibliche Geschlechtshormone haben einen wichtigen Einfluss auf das Krankheitsgeschehen. Wenn in den Wechseljahren der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone allmählich absinkt, dann bildet sich die Endometriose oft zurück. Die Beschwerden können nachlassen oder verschwinden.
Eine sichere Diagnose ist in vielen Fällen nur durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich. Oft kann bei diesem Eingriff gleichzeitig eine Therapie erfolgen: Das "verirrte" Gewebe wird nach Möglichkeit entfernt. Auch Medikamente, insbesondere Hormonpräparate, kommen bei Endometriose zum Einsatz.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
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