Was ist Mastdarmkrebs?
Mastdarmkrebs entsteht zumeist aus einer zunächst harmlosen Gewebsveränderung in Form von gutartigen Wucherungen (Polypen). Kommen bestimmte Faktoren hinzu, können diese Polypen entarten und sich zu Krebs entwickeln.
Der Mastdarm (Rektum) ist der letzte Teil des Dickdarms und mündet in den Analkanal. Er ist etwa 15 bis 20 Zentimeter lang. Als Rektumkarzinom werden der internationalen Definition zufolge die Tumore bezeichnet, die 16 Zentimeter oder weniger von der äußeren Linie des Analkanals (After) entfernt liegen.
Symptome wie Blut im Stuhl oder Schmerzen beim Stuhlgang können auf Mastdarmkrebs hinweisen. Allerdings stecken hinter solchen Beschwerden meist harmlose Ursachen – beispielsweise Hämorriden.
Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten ab einem Alter von 50 Jahren eine kostenlose Früherkennungsuntersuchung an. Diese beinhaltet den Test auf Blut im Stuhl. Eine Tastuntersuchung des unteren Darmabschnitts wird bei Männern im Rahmen der Früherkennung von Prostatakrebs vorgenommen. Bei Frauen führen viele Ärzte diese Untersuchung bei der klinischen gynäkologischen Untersuchung durch. Ab einem Alter von 55 Jahren übernehmen die Kassen auch eine Darmspiegelung (Koloskopie) (mehr im Kapitel Diagnose, Abschnitt Früherkennung).
Darmkrebs insgesamt rangiert bei den Krebserkrankungen in Deutschland auf Platz zwei und ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern und Frauen. Die jährlichen Neuerkrankungen werden auf über 39.000 bei der männlichen und etwas weniger (34.000) bei der weiblichen Bevölkerung Deutschlands geschätzt.
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13.09.2005, aktualisiert am 29.09.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle
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