zeitweise auftretende Mangeldurchblutung des Gehirns durch eine Strömungsumkehr des Blutes der Hirnschlagadern.
Ursache: Eine Verengung der Schlüsselbeinschlagader (Arteria subclavia) oder des Gefäßstammes, der sich in die Hals- und die Schlüsselbeinschlagader aufteilt, durch Arteriosklerose oder als Sonderform des Aortenbogensyndroms, verursacht eine Minderdurchblutung des Armes. Durch eine Strömungsumkehr in den Hirnschlagadern wird diese Unterversorgung kompensiert und damit dem Hirnkreislauf Blut entzogen.
Befund: Es treten v. a. bei Bewegung des Armes Schwindel, plötzliches Hinfallen ohne Bewusstseinsverlust (Drop‐Attack), Seh-, Hör- und Gleichgewichtsstörungen, Missempfindungen sowie eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der betroffenen Armmuskulatur auf. Die Haut des Armes ist kühl, blass oder marmoriert, der Puls abgeschwächt oder fehlend. Der Blutdruck des betroffenen Armes ist deutlich niedriger als der des anderen Armes. Die Einengung des Gefäßes lässt sich durch Ultraschall oder Röntgenaufnahmen der Schlagadern mit Kontrastmittel darstellen.
Behandlung: Entweder wird die Verengung des Blutgefäßes aufgedehnt oder eine Operation zur Überbrückung der Engstelle durchgeführt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung