bösartiger Knochentumor, der aus Knorpelgewebe hervorgeht. Das primäre Chondrosarkom bildet sich direkt als bösartiger Tumor; das sekundäre Chondrosarkom entsteht aus einer zunächst gutartigen Knochengeschwulst (Chondrom oder Osteochondrom). Chondrosarkome treten hauptsächlich im Becken, im Schultergürtel und in den rumpfnahen Röhrenknochen auf. Die Erkrankung verläuft meist lange Zeit ohne Beschwerden, da der Tumor relativ langsam und ohne auffällige Knochenzerstörung wächst. Daher wird das Chondrosarkom häufig erst festgestellt, wenn der Tumor schon groß und tastbar ist. In dem betroffenen Bereich können aber auch heftige Schmerzen auftreten. Im Röntgenbild sind eine mottenfraßähnliche Auflösung des Knochens und kleine Verkalkungsherde (sog. Kalkspritzer) zu erkennen. Das Chondrosarkom sollte nach feingeweblicher Diagnosesicherung so früh wie möglich radikal chirurgisch entfernt werden. Dann liegt die Langzeitüberlebensrate bei ca. 80 %. Gegen Strahlen- und Chemotherapie ist das Chondrosarkom resistent.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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